Frühlingsgefühle

Tourzeitraum 27.2.-14.3.2015 Po Mittelauf, Welscamp am Po, Familie Heiner

In der ersten Tour Woche versuchte der Frühling endlich auszubrechen und verwöhnte uns tagsüber mit den ersten warmen Sonnenstrahlen. Doch die Nächte waren noch immer kalt, teilweise überzog Frost die Po Ufer. Das Wasser stieg kurz an, der Pegel pendelte sich aber relativ schnell wieder ein und fiel dann stetig weiter bis unter den Null Punkt.

Zusammen mit unseren Gästen suchten wir die Fische direkt in Hindernissen und entlang langsam fließender Naturufer. Was wirklich auffallend war, die gewohnten Beisszeiten hatten sich komplett verschoben. Sonst immer war die Zeit der Dämmerung und die erste Nachtphase von enormer Fisch Aktivität geprägt. Jetzt aber kamen die meisten Bisse zur Mittagszeit oder in den frühen Morgenstunden. Aus den Beobachtungen heraus, stellten wir unsere Fischerei komplett um und konzentrierten uns auf die Tageszeit und versuchten immer möglichst früh unsere Fallen im Fluss auszulegen.

Ich vermute, die für die Jahreszeit ungewöhnlich kalten Wassertemperaturen von 8 Grad, haben den Welsen auf den Magen geschlagen und die Wärme der Sonnenstrahlen tagsüber weckten den Jagdtrieb der Fische.

Wir experimentierten sehr viel mit unseren Vorfächern und bemerkten sehr schnell, das Weniger Schnick Schnack mehr Bisse brachte. Montagen mit großen Unterwasserposen von 30Gr aufwärts auf den Vorfächern brachten Null Aktionen, wobei Unterwasserposen der 10 Gramm Fraktion und sogenannte Ghost Rigs die meisten Bisse brachten.

Alle gefangenen Fische wiesen überdurchschnittlich dicke Bäuche auf, welches auf eine kürzlich zurück liegende Fress Phase hindeutete. Wahrscheinlich haben die Welse die kurzen Wasseranstiege von 1-2m Pegeländerung sofort ausgenutzt um direkt auf ihren Standplätzen Nahrung zu sammeln um sich dann sofort wieder abzulegen.

Durch viel Einsatz und tägliche Platzwechsel konnten unsere Gäste dennoch über 30 Waller in der ersten März Woche verhaften.

Die zweite Märzwoche kann man getrost als Karibik Feeling betiteln. Die Sonne lachte ununterbrochen über unsere Häupter, riesige Sandbänke kamen an den Po Ufern zum Vorschein und die Wassertemperatur kletterte langsam in die Höhe. Jetzt konnte man überall auf dem Fluss Weißfischaktivität verzeichnen und merkte auch, dass der Jagdtrieb der Räuber täglich zunahm.

Die Beste Montage in dieser Woche war ein Top-Water Rig, präsentiert an kleinen unscheinbaren Plätzen, wie Rückwasser, Übergänge von Steinpackung auf Naturufer oder stehende Bereiche direkt unter Land. Die besten Fangaussichten hatte man, wenn man möglichst früh seinen Platz bezog und lange Zeit Ruhe auf dem Wasser war.

Auch in dieser Tour Woche wurde für viele unserer Gäste der Traum eines Waller Giganten zur schleimigen Realität, die größten Fische der Tour hatten Ausmaße von 245cm bei 200 Pfund Gewicht und 243cm bei 94 Kilo Gewicht. Gesamt konnten unsere Gäste in dieser Tour Woche 32 Waller fangen.

Vielen Dank an unsere Gäste für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit!

Black Cat-The Best Way to Catch!

Grüße vom BC Guiding Team

Stefan Seuß und Benjamin Gründer

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